Service-Navigation

Suchfunktion

Kinder
  • 27.09.2012

Fleisch, Fisch und Eier

B. Geiser: Kleinkind beim Essen

Fleisch und Fleischwaren versorgen den Körper mit Eisen, Eiweiß, Zink und einigen Vitaminen der B-Gruppe. Fisch liefert Jod und wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Eier enthalten eine breite Palette hochwertiger Nährstoffe.

Alle diese Lebensmittel liefern wichtige Nährstoffe, doch es reichen meist geringe Mengen aus. Die tägliche Menge an Fleisch, Wurst und Fisch können Sie leicht am Handteller Ihres Kindes bemessen. Bei dickeren Fleisch- oder Fischstücken genügt die Größe des Handtellers, bei dünnen Stücken (z. B. Schinken, Aufschnitt) die Handfläche als Portion. Wie viel Gramm Ihr Kind braucht, können Sie in der Tabelle nachlesen.

Lieber wenig Fleisch, statt viel Wurst!

Ab dem zweiten Lebensjahr reichen dreimal pro Woche eine kleine Menge Fleisch oder Wurst völlig aus. Wählen Sie möglichst mageres Fleisch und wechseln Sie zwischen den unterschiedlichen Fleischarten (Geflügel, Rind, Schwein, Lamm) ab. Schweinefleisch enthält z.B. besonders viel Vitamin B1, Rindfleisch viel Vitamin B12. Vitamin C - haltige Gemüsearten wie Brokkoli, Blumenkohl oder Paprikaschote als Gemüsebeilage oder etwas Obst als Nachtisch erhöhen die Aufnahme von Eisen im Körper.

Größere Fleischstücke sind für die Kleinen noch recht schwierig zu essen. Am besten kommen weiche und mild schmeckende Fleischgerichte wie z. B. Hackfleischgerichte, Geschnetzeltes, leicht gebratene Hähnchenbrust, oder Hähnchenschenkel an. Schneiden Sie das Fleisch am Anfang noch sehr klein – grobe Fasern oder zu trockenes Fleisch lehnen viele Kinder ab. Stark angebratenes oder gegrilltes Fleisch ist wegen der Röststoffe schwer verdaulich. Ihr Kind verträgt es deshalb noch nicht.

Fast jedes Kind isst gern Wurst. In dünne Scheiben geschnitten hin und wieder als Brotbelag spricht nichts dagegen. Bereits eine Scheibe Aufschnitt entspricht dem Tagesbedarf eines Kleinkinds. In Wurstwaren kann bis zu 35 % verstecktes Fett, viele verschiedene Gewürze und Zusätze sowie reichlich Salz enthalten sein. Besonders fettreich sind Bratwürste und Streichwürste.

Tipp: Ihre Essgewohnheiten bestimmen welche Wurstsorten und wie viel Wurst Ihr Kind liebt. Bevorzugen Sie daher Schinken, Bratenaufschnitt, gegrillte Putenbrust, Bierschinken oder Schinkenwurst. Sie sind fettarm und nicht so stark gewürzt. Nicht fettärmer, aber ohne Zusätze ist Bio-Wurst.
Ungeeignet für Kleinkinder sind rohe Wurst- und Fleischzubereitungen wie frische Mettwurst, Streichwurst und Tatar.

Regelmäßig Fisch ist wichtig

Leicht verdauliches Eiweiß, Vitamin D und vor allem Jod machen Seefisch zu wertvollen und wichtigen Lebensmitteln in unserer Ernährung. Einmal wöchentlich sollte Fisch auf dem Speiseplan stehen.
Außer wenn Ihr Kind eine Allergie gegen Fisch entwickelt hat.

Kleine Kinder mögen am liebsten zarten Fisch, wie z.B. Scholle, Rotbarsch oder Seelachs. Hin und wieder kann auch fettreicher Fisch (z.B Makrele, Hering) auf dem Speiseplan stehen. Verpackt in Soße, als Fischburger oder im Auflauf schmeckt Fisch den meisten Kindern. Besonders beliebt sind Fischstäbchen, vermutlich, weil sie zur Hälfte aus Panade bestehen. Im Backofen ohne zusätzliches Fett zubereitet können sie hin und wieder eine Alternative sein. Bei jedem Fisch müssen Sie kontrollieren, ob noch Gräten enthalten sind. Ungekochter Fisch (Sushi, geräucherter Lachs) ist für Kleinkinder nicht geeignet.

Mit Ei lässt sich leicht kochen

Gerichte mit Eiern wie Pfannkuchen, Tortilla, Aufläufe, Puffer, Spätzle oder Waffeln sind leicht zu essen und bei Kindern sehr beliebt. 1 – 2 Eier pro Woche machen den Speiseplan komplett, mehr braucht ein Kleinkind jedoch nicht. Frühstückseier oder Rühreier stehen nur selten auf dem Speiseplan, da mit versteckten Eiern in den Speisen der Bedarf meist schon gedeckt ist. Rohe Eier wie sie in selbst zubereiteter Mayonnaise, Soßen oder Süßspeisen verwendet werden sollte Ihr Kind noch nicht bekommen, da die Gefahr einer Salmonelleninfektion zu groß ist.

Quellen:

Autorin: Sigrid Fellmeth Dipl.oec.troph; BeKi -Fachfrau
Bild: Brunhilde Geiser

Ba 09/12

Fußleiste